Glossar

ist ein Anteils- oder Teilhaberpapier, das die Beteiligung des Aktionärs an einer Aktiengesellschaft verbrieft. In der Regel werden Aktien an der Börse gehandelt, wo sie durch Angebot und Nachfrage bewertet werden.

auch amtlicher Börsenverkehr genannt. Für diesen Markt ist die Börsengeschäftsführung unter Mitwirkung der amtlichen Makler zuständig. Anders als bei Segmenten wie Geregelter Markt sowie Freiverkehr ist der amtliche Handel öffentlich- rechtlich geregelt.

Form der Fremdkapitalbeschaffung durch Ausgabe von meist festverzinslichen Wertpapieren. Die Anleihe wird zu einem be- stimmten Zeitpunkt zur Zeichnung aufgelegt und hat meist eine mittel- bis langfristige Laufzeit. Bei Ende der Laufzeit wird der nominale Wert der Anleihe zurückgezahlt. An- leihen verbriefen ein Gläubigerrecht. Zinszah- lungen erfolgen in der Regel einmal jährlich.

Der Aktienindex ist eine Maßzahl zur Erfassung von Kursbewegungen eines Portefeuilles. Er berechnet sich durch den Vergleich der Werte eines Berichtszeitpunkts zu einem Basiszeitpunkt. Beispiele sind der DAX, TecDAX, MDAX oder der Dow Jones Industrial Average.

Mit einer Option hat der Besitzer das Recht, eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem vorher festgelegten Preis innnerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Optionen werden an der Terminbörse Eurex gehandelt.

Bei einem Aktiensplit werden die Aktien eines Unternehmens in einem vorgegebenen Verhältnis geteilt, der Aktienkurs (absolut gesehen) verbilligt sich im selben Maße, der Gesamtwert des Unternehmens bleibt somit also gleich. Diese Maßnahme soll die Aktie optisch vergünstigen und für Privatanleger attraktiver machen.

Die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze, der ein nomineller Kapitalbetrag zugrunde liegt, wird als Cap bezeichnet. Wenn die vertraglich festgelegte Zinsobergrenze am Zinsfestlegungstermin von einem Referenzzinssatz überstiegen wird, so hat der Verkäufer dem Käufer die Differenz zwischen Zinsobergrenze und Referenzzinssatz zu zahlen.

Bezeichnung für eine Kaufoption. Sie verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Aktie zu einem jetzt festgesetzten Preis, in der Zukunft zu kaufen. Dafür ist eine Optionsprämie zu zahlen. Gegenteil: Put oder Verkaufsoption.

Chart ist die Bezeichnung für die graphische Darstellung der Entwicklung des Kurses und des Umsatzes von Wertpapieren, Börsen oder Branchen. Der relevante Zeitraum kann dabei beliebig gewählt werden. Charts stellen die Basis für die technische Wertpapieranalyse dar und werden grundsätzlich in die Bereiche Linien-, Balken-, Candlesticks-, Point & Figure-Charts unterteilt.

Als Close wird der offizielle Schlusskurs des Tages bezeichnet. Gemeint ist damit auch der zeitlich genau festgelegte Schluss der Börsensitzung bzw. der Zeitraum, in welchem die zu dieser Zeit „on close“ getätigten Geschäfte abgeschlossen werden müssen. Der Eröffnungskurs wird „Open“ genannt.

Der Begriff Chartechnik hat seinen Ursprung in Japan. Bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts handelten die Japaner mit Reis, der nicht vorhanden war, also mit Reis-Futures. Der Handel war zur damaligen Zeit sehr wichtig und der Gruß der Bewohner der Stadt war „Mokariamakka“, was so viel wie „Machen Sie Gewinne“ bedeutet. Auch heute ist das nicht anders. Eigentlich ist mit dem Wort BLASH (Buy low and sell high) alles gesagt. Doch die Japaner wollten etwas über den zukünftigen Verlauf der Future-Preise herausfinden. Sie betrachteten sich Charts und wollten Regelmäßigkeiten feststellen. Die Folge war, dass sich bestimmte Kursmuster im Laufe der Zeit wiederholten. Das Resultat war die Candlestick-Charttechnik. Die Regeln von heute beruhen immer noch auf den damaligen Erkenntnissen und täglich werden Milliarden von Dollar mit der Hilfe von charttechnischen Signalen gehandelt. Die große Unterschied zur fundamentalen Analyse ist, dass die Charttechnik nicht auf fundamentale Daten reagiert sondern alles vom Chart und dessen Formationen abhängig macht. In der Vielzahl der Händler, die nach charttechnischen Signalen handeln, liegt die Begründung, dass das ganze System recht gut funktioniert.

Damit wird eine Kennzahl bezeichnet, die angibt, mit welcher Geschwindigkeit Unternehmen ihre finanziellen Mittel „verbrennen“. Wird meist bei neu gegründeten Unternehmen verwandt.

Bedeutet „Ausgabe von Aktien, Anleihen und weiteren Wertpapieren“.

Dieser Aktienindex wird durch den Dow-Jones-Verlag herausgegeben. Er umfasst die 650 wichtigsten Unternehmen aus den zehn Euroländern.

Effekten ist die Bezeichnung für an der Börse handelbare, vertretbare Wertpapiere. Zu den Effekten gehören u.a. Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, sonstige Anleihen und Investmentanteile. Nicht zu den Effekten gehören beispielsweise Banknoten, Schecks und Wechsel. Effekten dienen der Kapitalbeschaffung (Finanzierung) und der Anlage von Kapital.

Wird die Emission eines Wertpapiers von mehreren Emittenten durchgeführt, so spricht man von einem Emissionskonsortium. Dabei handelt es sich meist um ein Bankenkonsortium, das von einem Institut als Konsortialführer geleitet wird.

Der erste Kurs des Tages nach Eröffnung des Handels wird Eröffnungskurs genannt.

Exchange ist der englische Begriff für Börse, wärend Commodity-Exchange die Bezeichnung für die Rohstoffbörse ist.

Das Wort Gap heißt wörtlich übersetzt Lücke oder Unterbrechung. In einem Chart stellen Gaps Lücken durch Kurssprünge dar. Es werden vier Arten von Gaps unterschieden: Gewöhnliche Gaps (Common Gaps), Ausbruchgaps (Breakaway Gaps), Ausreißer (Runaway Gaps) und Erschöpfungsgaps (Exhaustion Gaps).

Der geregelte Markt war ein Börsensegment an deutschen Börsen. Am geregelten Markt galten weniger strenge Publizitätsvorschriften und Anforderungen als im amtlichen Markt. Die Kurse wurden von freien Maklern gestellt, die nach den amtlichen Regeln der Kursfeststellung ermittelt wurden, jedoch nicht amtlich notiert waren. Geregelter und amtlicher Markt wurden 2007 durch den regulierten Markt ersetzt.

Goldaktien Die Goldaktien gibt es zwar als Wert, jedoch ohne einen Kurs. Das liegt daran, dass es sich bei Gold um einen Rohstoff handelt. Es gibt zwar Wertpapiere, die auf Gold verweisen. Eine Verbriefung von Gold in einer Aktie allerdings wird niemals erfolgen. Tatsächlich handelt es sich bei einer Goldaktie daher um die folgenden Werte: einem Anteilsschein an einer Explorationsgesellschaft, einer Firma oder einer Mine. Der Sitz dieser Firmen befindet sich größtenteils in Kanada, Australien und in Südafrika.
Der jederzeit mögliche Einstieg hängt von dem Risiko ab, dass ein potentieller Anleger im Hinblick auf Goldaktien bereit ist, einzugehen. Schließlich gibt es hinsichtlich der Rendite dieser Aktien hohe Erwartungen, allerdings auch ein höheres Risiko. Eine Investition erfolgt schließlich in eine Firma, wobei sich Goldkurse und Aktienpreise unterschiedlich entwickeln können. Wichtige Informationen vermitteln dazu auch die Rubriken Rohstoffe und Chartanalyse.

Gehandelt werden die Goldaktien an den Börsen weltweit. Beim Handel mit Goldaktien ist darauf zu achten, dass beim Goldkurs eine Angabe in US-Dollar erfolgt. Es gibt dabei auch keine Börse, auf der dieser Handel beschränkt wurde. Möglich sind Schwankungen in den Wechselkursen. Das kann an einer Notierung in US-Dollar liegen, während der Erwerb in einem Land zum Beispiel im europäischen Raum erfolgt ist.

Interessant sind Goldaktien schon deshalb, weil sie eine hohe Rendite bringen können. Gehandelt werden die Aktien an den Börsen dieser Welt, da es keine Beschränkungen für den Handel gibt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Aktien in unterschiedlichen Währungen ausgeschrieben sein können.

Im Rahmen einer Neuemission ist der Greenshoe die Option der Konsortialbank zusätzliche Papiere des zu betreuenden Unternehmens auszugeben. Diese zusätzlich ausgegebenen Aktien stammen aus dem Besitz der Altaktionäre.

Erhöht ein Unternehmen das Aktienkapital aus eigenen Mitteln (beispielsweise durch Reserven), so erhalten die Aktionäre für eine bestimmte Zahl von Aktien eine neue Aktie dazu. Durch diese Maßnahme verringert sich der Aktienkurs, das Gesamtvermögen des Aktionärs bleibt aber durch die zusätzlichen Aktien identisch, d.h. der Begriff „gratis“ ist genaugenommen falsch. Auch: Berichtigungsaktie

bezeichnet anhaltende, starke Kurssteigerungen entweder im gesamten Rentenoder Aktienmarkt oder bei Gruppen von Wertpapieren. Gegenteil ist Baisse.

Im Rahmen des Geschäftsklimaindex des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung werden jeden Monat Unternehmen zur ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation und ihrer Erwartungen für das kommende halbe Jahr befragt. Der Index ist ein wichtiger Indikator für die ökonomische Entwicklung in Deutschland.

Bei längerfristig steigenden Kursen, d.h. bei einer positiven Börsentendenz, wird der Begriff „im Aufwind“ verwendet.

Fonds, die sich aus einer Auswahl verschiedener Indizes zusammensetzen, werden als Indexfonds bezeichnet.

Jeden Tag schwanken die Kurse der weltweit wichtigsten Indizes auf und ab. Je nach aktueller Wirtschaftslage kann sich die Volatilität in engen Grenzen halten, aber sie kann auch stark nach oben oder unten ausbrechen. Dies ist zumeist in unsicheren Zeiten der Fall, wenn Anleger und Spekulanten ungewiss in die Zukunft blicken. Dann kann es passieren, dass Indizes wie der DAX, der Dow Jones oder der NASDAQ an einem einzigen Tag um mehrere hundert Punkt schwanken. Für die Index-Spekulation stellt dies ein nicht zu unterschätzendes Risiko und gleichzeitig eine große Chance dar, je nachdem ob kurz- oder langfristig auf einen Index spekuliert wird.
Die Index-Spekulation kann auf verschiedenen Zeitebenen stattfinden. Der langfristig orientierte Spekulant wird die Trendbewegungen ausnutzen wollen, die sich über mehrere Monate oder gar Jahre erstrecken, während der mittelfristige Spekulant seine Positionen nur ein paar Wochen halten wird. Des Weiteren eignet sich die Index-Spekulation aus verschiedenen Gründen sehr gut für kurzfristig agierende Spekulanten, die Positionen nur wenige Tage, Stunden oder gar Minuten halten: Während Aktien oder Devisen zu bestimmten Zeiten relativ wenig Bewegung zeigen und oftmals in einer engen Handelsspanne verharren, herrscht bei Indizes häufig ausreichend Bewegung vor, wovon der kurzfristig agierende Spekulanten profitiert. Zudem ist der Markt bei der Index-Spekulation liquide, was es ermöglicht, jederzeit aus einer Position auszusteigen ohne auf Schwierigkeiten bei deren Verkauf zu treffen. Ein letzter wesentlicher Faktor, der die Index-Spekulation für kurzfristig agierende Marktteilnehmer interessant macht, ist die Verfügbarkeit. Viele Broker haben sich auf die Index-Spekulation spezialisiert und bieten Konditionen an, die neben einer schnellen Orderausführung auch extrem geringe Transaktionskosten beinhalten.

Index-Spekulation ist prinzipiell zu vergleichen mit jeder anderen Form von Spekulation. Wie bei Aktien, Devisen, Rohstoffen oder Staatsanleihen setzt der Spekulant auf steigende oder fallende Kurse. Die Prognosewerkzeuge sind bei der Index-Spekulation vielfältig, aber sie gleichen den Werkzeugen, die auch bei anderen Finanzinstrumenten angewandt werden. Neben der fundamentalen Analyse, die Daten von den Unternehmen und der Wirtschaft qualitativ und quantitativ auswertet und daraus Perspektiven für die Zukunft ableitet, steht die technische Analyse zur Verfügung, die als Datenmaterial ausschließlich die vergangenen Kurswerte des zu untersuchenden Finanzinstrumentes verwendet. Diese Kurswerte werden grafisch dargestellt, ausgewertet und analysiert, es wird nach Mustern und Formationen gesucht und Indikatoren werden berechnet, um den Zustand des Marktes zu bestimmen.

Nahezu jeder Index ist heutzutage handelbar. Sei es beispielsweise der Deutsche Aktienindex, der amerikanische Dow Jones Industrial Average, der britische FTSE 100 Index, der japanische Nikkei 225 Index oder der spanische IBEX 35 Index. Die preisgünstigste Art auf Indizes zu spekulieren, sind Termin- bzw. Futuresgeschäfte. Als Termin- oder auch Futureskontrakt wird ein Übereinkommen zwischen zwei Marktteilnehmern bezeichnet, bei dem verpflichtend festgehalten wird, dass eine Partei eine standardisierte Menge eines Finanzinstrumentes zu einem bestimmten Preis an einem festgelegten Zeitpunkt liefert, während die andere Partei diese abnimmt. Neben der Möglichkeit, Futuresgeschäfte für die Index-Spekulation zu nutzen, können auch Zertifikate, Optionen, CFDs oder Exchange Traded Funds auf Indizes gehandelt werden.

Der IBEX ist der 35 Aktien umfassende Index der spanischen Börse. Er enthält die Unternehmen mit der größten Kapitalisierung und ist mit dem deutschen DAX zu vergleichen.

Fonds, die das Geld der Anleger in Sachwerte investieren, werden als Immobilienfonds bezeichnet. Die Ausschüttungen bei Immobilienfonds werden meist aus Mieteinnahmen erwirtschaftet.

Kleinere und mittlere Unternehmen können durch Beteiligungen von Kapitalanlagegesellschaften einen Zugang zum Kapitalmarkt erhalten.

Für eine AG gibt es zwei Möglichkeiten zur Erhöhung des Eigenkapitals:
1. Die Ausgabe junger Aktien als Mittel zur Finanzierung. Hierbei erhält der Aktionär Bezugsrechte.
2. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Hier erhält der Aktionär sogenannte Berichtigungsaktien bzw. Gratisaktien.

Bekannt ist die Kapitalertragsteuer auch unter den Kurzbezeichnungen KESt, KapSt sowie KapErtSt und KapESt. Sie gehört in den Bereich der Einkommensteuer, da sie eine Erhebungsform dieser Steuer darstellt. Zugleich handelt es sich dabei auch um eine Körperschaftssteuer. In Anwendung gelangt sie, wenn eine auszahlende Stelle Kapitalerträge an einen Vertragsinhaber überweist. Bei den auszahlenden Stellen kann es sich unter anderem um eine Versicherung, eine Kapitalgesellschaft oder eine Bank handeln. Kommt es nun zur Auszahlung eines Vertrages, werden die Kapitalerträge einbehalten. In Form der Quellensteuer werden diese Erträge nun an das Finanzamt abgeführt.

Begriff der Charttechnik. Ergeben sich aus einer Chartanalyse positive Signale, die den Kauf eines Wertpapiers nahe legen, so spricht man von einem Kaufsignal.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis drückt das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem erzielten Jahresgewinn des Unternehmens pro Aktie aus. Das KGV wird errechnet, indem der Börsenkurs durch den Gewinn pro Aktie geteilt wird. Beispiel: Aktienkurs 300 Euro, Gewinn je Aktie 15 Euro = KGV 20. Je niedriger das KGV, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Mit dem KGV kann die Ertragskraft von Aktiengesellschaften verglichen werden. Allerdings ist das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) beispielsweise bei jungen Unternehmen aussagekräftiger.

Ein Konsortium ist ein Zusammenschluss mehrerer Banken (Bankenkonsortium), um die Neuemission von Wertpapieren durchzuführen. Üblicherweise übernimmt ein Kreditinstitut die Rolle als Konsortialführer.

Bezeichnung für eine Hinterlegungssumme bzw. Sicherheitsleistung. Wird bei Options- oder Futuregeschäften hinterlegt.

Bezeichnung für einen Börsenmakler, der für die ihm zugewiesenen Wertpapiere ständig Geld- und Briefkurse stellt. Er handelt auf eigene Rechnung und eigenes Risiko und sorgt für die Marktliquidität.

MDAX ist die Abkürzung für Midcap-DAX. Dieser Aktienindex enthält die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 50 größten Werte, die aber nicht mehr im DAX enthalten sind. Damit sind im MDAX vorwiegend Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten.

Ein Aktionär, der mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals an einer Unternehmung hält.

Bezeichnung für Investmentfonds, die sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien investieren. Je nach Gewichtung der Anteile steigen und fallen Gewinn- bzw. Verlustrisiko.

Gerade Börseneinsteiger sollten vor ihrem ersten realen Wertpapierkauf ein Musterdepot anlegen. Mit einem virtuellen Depot kann man erste Erfahrungen sammeln ohne dabei ein finanzielles Risiko einzugehen. So kann der Nutzer Aktien verwalten und handeln, ohne dabei einen echten Geldeinsatz vornehmen zu müssen. Das Musterdepot bietet aber auch die Möglichkeit sich bereits im Vorfeld mit Investitionsmodellen, Anlagestrategien und Fachbegriffen vertraut zu machen.

Darüber hinaus werden Fragen beantwortet wie zum Beispiel: Welche Bedeutung hat eine bestimmte Prognose auf die Entwicklung des Kurses und wie setze ich auf steigende oder fallende Kurse? Denn häufig verlieren Laien zwischen Fonds, Aktien und Optionsscheinen schnell den Überblick und letztendlich auch die Spekulationslust. Handeln an der Börse will erlernt sein und damit das Traden mit Aktien auch zum Erfolg führt, können auch bei finanzen.net kostenlos Musterdepots angelegt werden, die den Einstieg erleichtern.

Beim Musterdepot anlegen geht es nicht in erster Linie darum richtig zu investieren, sondern vielmehr um ein spielerisches Herantasten an die wesentlichen Sachverhalte, die sich im Börsenalltag wiederfinden. So kann der Nutzer ohne kostspielige Verluste und ohne großen Aufwand das Aktiengeschäft ausprobieren und gleichzeitig mit der sogenannten Watchlist Wertpapiere beobachten, die dann in einem günstigen Moment erworben werden können.

Abkürzung für Organization of Petroleum Exporting Countries. In der OPEC sind viele Öl fördernde Länder organisiert, die unter anderem ihre Förderquoten aufeinander abstimmen, um den Weltmarktpreis für Erdöl zu beeinflussen.

Bezeichnung für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Eine Option beinhaltet für den Inhaber das Recht, nicht aber die Verpflichtung einen bestimmten Basiswert, innerhalb einer bestimmten Frist, zu einem im Voraus festgelegten Preis, zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Wertpapier, das ein Optionsrecht verbrieft.

Order ist gleichbedeutend mit Börsenauftrag. Die Börse unterscheidet Kauf- und Verkaufsorder.

Papiere, die auf einen anderen übertragen werden können (z.B. Namensaktien).

Freiwillige, vierteljährliche Veröffentlichung von Zwischenbilanzen einer Aktiengesellschaft. Sie bringen in der Regel mehr Transparenz in den Markt.

Dividendenzahlung, die vor allem in den Vereinigten Staaten angewandt wird. Die Dividende wird hierbei nicht pro Geschäftsjahr, sondern pro Vierteljahr bzw. Quartal gezahlt.

Nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer auf Zinsen und Dividenden. Beispiele für nationale Quellensteuern sind die Lohnsteuer und die Kapitalertragsteuer auf Dividenden.

Die Tendenz stark steigender Kurse an der Börse wird als Rallye bezeichnet.

Der regulierte Markt ist ein Börsensegment, in dem Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten im Gegensatz zum Freiverkehr gesetzlich geregelt werden. Im Jahr 2007 wurden die bis dahin existierenden Segmente geregelter Markt und amtlicher Markt zum regulierten Markt fusioniert.

Bezeichnung für den Quotienten aus einer Erfolgs- oder Ertragsgröße durch den Erfolg oder Ertrag. Sie wird meist in Prozent angegeben.

Der jeweils offiziell gültige Kurs für den Abrechnungs- oder Ausführungstag wird Tageskurs genannt.

Die technische Analyse hilft Anlegern dabei, durch die Untersuchung von Börsenkursen und sonstigen Kennzahlen Aussagen über die zukünftige Entwicklung von Aktien oder Indizes zu treffen.

Eine erteilte Order, die während ihrer Gültigkeitsdauer aufgrund der Marktlage nur zum Teil ausgeführt werden konnte.

Zeitgeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrages, d.h. Abnahme und Lieferung der Ware oder des Wertpapiers, zu einem späteren Termin und zu dem vorher vereinbarten Kurs erfolgt.

Geht das komplette, in ein Wertpapier investierte Kapital verloren, so spricht man von einem Totalverlust.

Werden bei der Emission von Wertpapieren diese in mehreren Teilen auf den Markt gebracht, so werden diese Teile als Tranchen bezeichnet.

Bezeichnung für Wertsachen wie Wertpapieren, Schecks, Banknoten, Edelmetalle oder Schmuck.

Venture Capital bezeichnet risikotragendes Kapital, das wachstumsträchtigen, meist neu gegründeten Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Auch: Risikokapital, Wagniskapital.

Der Finanzmarkt reagiert stark auf wirtschaftliche Veränderungen und es wird schwieriger Geld sicher anzulegen und das Vermögen vor der Inflation zu schützen. Bisher sichere Anlageformen haben ebenfalls mit der wirtschaftlichen Situation zu kämpfen und bieten nicht mehr die Renditen wie früher. Grundsätzlich sollte das gesamte Vermögen nicht in eine einzige Anlage investiert werden, sondern breit gestreut sein. Dadurch wird das Risiko von Werteverlusten deutlich gemindert, zur Gänze kann es jedoch nie ausgeschlossen werden.

Kurzfristige Anlageformen

Wer sein Kapital in kurzfristige Anlagen wie Tagesgeld investiert, hat den Vorteil flexibel auf Marktsituationen reagieren zu können. Das Vermögen ist bei Kursabfällen oder Minderungen der Verzinsung rasch verfügbar und kann in andere Anlageformen investiert werden. Der Nachteil ist, dass die Erträge bei kurzfristigen Anlageformen nicht so hoch sind wie bei langfristigen Investitionen und oftmals nicht einmal über dem Inflationsniveau liegen, so dass diese Anlageformen keinen Schutz vor Inflation darstellen. Langfristige Investitionen bieten höhere Renditen, sinken diese oder erweisen sich generell als wenig ertragreich, kann aber meist nur durch die Zahlung hoher Aufschläge ausgestiegen werden und bei Schwankungen ist es schwieriger das Vermögen vor Inflation zu schützen.

Anlagen, die Gold wert sind

Als gute Möglichkeit das Vermögen vor Inflation zu schützen haben sich Edelmetalle erwiesen, die speziell in moderner Elektronik verbaut oder für Schmuck verwendet werden. Neben Gold kann man bei Kupfer einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen. Obwohl Edelmetalle wie Gold als sichere Investitionsform gelten, die von der Inflation nicht betroffen sind, sollte nicht das gesamte Kapital in ein Edelmetall investiert werden. Hier empfiehlt sich ebenfalls eine breitere Streuung, bei der beispielsweise zehn Prozent des Gesamtkapitals in Gold investiert werden und der Rest in andere Edelmetalle wie Kupfer, Silber oder Platin.

Immobilien, eine aufsteigende Blase?

Galten Immobilien früher als krisensicher und waren eine gute Möglichkeit Vermögen vor der Inflation zu schützen, platzte die Immobilienblase vor einigen Jahren mit einem großen Knall. Seither wird die Investition in Gebäude kritischer betrachtet. Obwohl die Branche in den letzten Jahren gelitten hat, gibt es Möglichkeiten sinnvoll in Immobilien zu investieren, ohne mit einem Wertverlust rechnen zu müssen. Im Fokus des Interesses stehen mittlerweile Anlageobjekte, die modernsten technischen Standards entsprechen und beispielsweise energiesparend oder nachhaltig gebaut sind. Bei Hauskäufen wird vermehrt auf solche Eigenschaften geachtet, um später die laufenden Kosten gering zu halten. Deshalb lohnt es sich in Objekte zu investieren, die in dieser Art gebaut sind, um sein Vermögen vor Inflation zu schützen.

Kreative Investitionen

Edelmetalle oder Immobilien sind traditionelle Formen um sein Vermögen vor der Inflation zu schützen. Daneben gibt es noch weitere kreative Formen zu investieren, wie in Schmuck. Edelsteine wie Diamanten in Schmuckstücken verarbeitet zählen zu den wenigen Anlageformen, die in der Vergangenheit von der Inflation verschont blieben. Sammelobjekte wie teure Uhren oder seltene Oldtimer gelten ebenfalls als Anlageformen, die relativ sicher vor Krisen und der Inflation sein sollen.

Vorbörslicher Handel ist der Handel, der vor dem eigentlichen Beginn des Börsentages stattfindet. Der vorbörsliche Handel wird telefonisch oder über das Internet abgewickelt und findet meist ohne Überwachung durch die Börsenaufsicht statt.

Viele Broker geben ihren Kunden die Möglichkeit zum vorbörslichen Handel. Dafür beginnen die Broker ihre Tätigkeit schon um sieben Uhr morgens. Es werden zunächst die asiatischen Märkte ausgewertet, die durch die Zeitverschiebung dann aktiv sind, wenn europäische Börsen noch geschlossen sind. Zusätzlich werden Auswertungen von Analysten und neue Nachrichten in Augenschein genommen. Hierbei sind besonders Ereignisse wie Quartalszahlen, Gewinnwarnungen oder Einstufungen von Unternehmen durch Analysten wichtig. Sind diese Auswertungen vorgenommen, werden die vorbörslichen Kurse berechnet. Dabei werden auch die Schlusskurse des Vorabends mit einbezogen.

Vorbörslicher Handel findet dann meist ab 08:00 Uhr statt. So haben Investoren die Möglichkeit, eine Stunde zu handeln, bevor die Börse offiziell öffnet. Besonders Privatanleger schätzen heutzutage diese Möglichkeit, um Aktien und Wertpapiere zu handeln. Vorbörslicher Handel gewährt zudem einige Vorteile. Zum einen handelt man hier direkt mit der Bank und nicht mit der Börse. Die Orderaufträge werden direkt mit einem Makler, der Bank oder dem Emittenten ausgeführt. Auf diese Weise entfallen die Börsengebühren. Die Gebühren der Bank sind in einigen Fällen sogar günstiger, so dass vorbörslicher Handel besonders attraktiv ist. Wenn schon vor dem offiziellen Börsenbeginn gehandelt werden kann, erhalten Anleger auch die Möglichkeit, direkt auf aktuelle Geschehnisse zu reagieren, welche die Börsenkurse beeinflussen können. Zudem ist es vorteilhaft, schon morgens vor der Arbeit die privaten Börsengeschäfte tätigen zu können. Vorbörslicher Handel ermöglicht es vielen Berufstätigen, täglich handeln zu können.

Auch vorbörslicher Handel sieht die Möglichkeit zum Limithandel vor. Sobald der Kaufs- oder Verkaufspreis ein bestimmtes Limit erreicht hat, wird die Kauf- oder Verkaufsorder automatisch ausgeführt.

Die Vorzugsaktie hat gegenüber der Stammaktie keine Stimmrechte, hat dafür aber Vorrechte bei der Gewinnverteilung. Der Anteil der Vorzugsaktien darf den Anteil der Stammaktien einer AG nicht überschreiten.

Dividende, die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten.

Die Notenbanken einzelner Staaten werden als Zentralbanken bezeichnet. Ihre primäre Aufgabe ist die Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld und die Stabilität des Preisniveaus.

Bezeichnung für Nullkupon-Anleihe. Anleiheform, bei der es keine laufende Verzinsung gibt. Die Anleihe wird stark unter pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt.

Formal sind Zertifikate Schuldverschreibungen des begebenden Emittenten. Sie verbriefen die Teilnahme an der Kursentwicklung von Basiswerten (z.B. Indizes oder Rohstoffe) und gewähren keine feste Verzinsung.

Als Zins bezeichnet man entweder den Zinsbetrag, den ein Schuldner für die befristete Nutzung von Sachgütern oder Finanzmitteln an den Gläubiger bezahlen muss oder den in Prozent angegebenen Zinssatz.

Die Voraussetzung für Zinseszins bildet Kapital, dem fällige Zinsen zugeschlagen wurden. Sie werden auf vergangene Berechnungsperioden berechnet. Um den Zinseszins berechnen zu können, müssen die Höhe und die Dauer der Kapitalanlage, sowie der Zinssatz berücksichtigt werden. Sie haben einen wesentlichen Einfluss auf die Erhöhung oder dem Verfall des Kapitals. Die Finanzmathematik umfasst die Zinseszinsrechnung, für die es spezielle Formeln gibt.

Die Höhe des Zinsniveaus richtet sich nach der gesamtwirtschaftlichen Lage und wird von Maßnahmen der Zentralbank beeinflusst. Das Zinsniveau beeinflusst zudem die Effektivzinssätze.

bezeichnet starke, länger anhaltende Kursrückgänge an der Börse.

steht für „Spitzenpapiere“, also Aktien von großen bekannten Gesellschaften mit erstklassigen Ergebnissen.

hat das Ziel, Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Neben der Menge kann der Käufer unter anderem auch Preisgrenzen (Limits) setzen.

An der Börse aufgrund von Angebot und Nachfrage ermittelter Preis für ein Wertpapier.

Vom Bund ausgege- ben, sind sie mit jährlich steigendem Zinssatz ausgestattet. Laufzeit, Höhe der Zinssätze sowie Auszahlungen werden bei Ausgabe festgelegt. Bundesschatzbriefe werden nicht an der Börse gehandelt.

Bezeichnung für Schuldverschreibungen mit sehr kleiner Stückelung.

Deutscher Aktien-Index, der an- hand von 30 deutschen Aktiengesellschaften alle 15 Sekunden an der Börse ermittelt wird.

In einem Depot werden Wertpapiere durch Kreditinstitute aufbewahrt und ver- waltet. Meist lagern die Wertpapiere dort nicht gegenständlich, sondern es wird nur das Eigentum an Wertpapieren verzeichnet.

Die Dividende ist der Gewinn, den eine Aktiengesellschaft oder eine Genossenschaft anteilig je Aktie/Geschäfts- anteil ausschüttet.

Der Dow Jones Indus- trial Index (DJI) ist der bekannteste Index der New Yorker Börse („New York Stock Exchange“, NYSE genannt) und spiegelt – analog zum DAX-Index – die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wider.

Im DAX 100 waren die in 10 Branchenindizes unterteilten 100 umsatzstärksten Aktien der deutschen Börse notiert. Er wurde mittlerweile durch den HDAX ersetzt.

Die Gebühr, die eine Bank für die Verwaltung des Depots verlangt, wird Depotgebühr genannt. Sie hat üblicherweise eine Höhe von 1 Promille des gesamten Depotwertes.

Mit dem Depot-Vergleich können sich Anleger eine Übersicht über die Kosten und Leistungen der verschiedenen Online Broker verschaffen.

Unter diesem Begriff versteht man das Feststellen eines amtlichen Kurses an einer Börse. Der Fixing-Preis bleibt bis zur Feststellung eines neuen Preises für alle Transaktionen der Händler maßgebend.

Von einer Kapitalgesellschaft verwaltete Sondervermögen, die in Wertpapieren
oder Immobilien angelegt sind. Man unterscheidet dabei offene und geschlossene
Fonds. Bei offenen Fonds ist die Zahl der
Anteile von vornherein unbestimmt. Die
Fondsgesellschaft gibt je nach Bedarf
neue Anteile aus und nimmt ausgegebene
Anteile zurück. Bei einem geschlossenen
Fonds (closed-end-fund) ist die Anzahl
der ausgegebenen Anteile begrenzt.
Der spätere Preis richtet sich nach Angebot
und Nachfrage.

Bezeichnung für die Einreichung von Zulassungsunterlagen (Emissionsprospekt) und festgelegter Zulassungsfolgepflichten (etwa die regelmäßige Vorlage von Quartalsberichten) bei einer Börse.

Der Freiverkehr ist ein Teilhandel des Effektenhandels. Die Anforderungen (z. B. Publizitätsvorschriften) sind geringer als im geregelten Markt und im amtlichen Handel.

Unter einer Fusion versteht man den Zusammenschluss zweier bisher unabhängiger Unternehmen. Dies kann entweder dadurch geschehen, dass eines der Unternehmen das andere aufkauft, oder durch Zusammenschluss zu einer neuen Firma. Die Vorteile einer Fusion liegen beispielsweise in der Vergrößerung der Produktpalette und der Rationalisierung. Ein Unternehmen kann aber auch neue Absatz- oder Beschaffungsmärkte durch eine Fusion gewinnen.

Sammelbegriff, für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten einer Unternehmung. Ferner kann das Fremdkapital nach der Fristigkeit unterschieden werden.
Kurzfristig = 1 Jahr

Mittelfristig = 4 – 5 Jahre

Langfristig = über 5 Jahre

Bei der Handelsbilanz eines Unternehmens werden die Vermögen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens gegenübergestellt. Es werden die einzelnen, nach handelsrechtlichen Vorschriften bewerteten aktiven und passiven Positionen des Unternehmens aufgeführt.

Von einer Kapitalgesellschaft verwaltete Sondervermögen, die in Wertpapieren
oder Immobilien angelegt sind. Man unterscheidet dabei offene und geschlossene
Fonds. Bei offenen Fonds ist die Zahl der
Anteile von vornherein unbestimmt. Die
Fondsgesellschaft gibt je nach Bedarf
neue Anteile aus und nimmt ausgegebene
Anteile zurück. Bei einem geschlossenen
Fonds (closed-end-fund) ist die Anzahl
der ausgegebenen Anteile begrenzt.
Der spätere Preis richtet sich nach Angebot
und Nachfrage.

An der Börse bestehen zwischen dem Parketthandel und dem Computerhandel unterschiedlichen Handelszeiten. Der Parketthandel findet üblicherweise zwischen 9 und 20 Uhr statt, der Computerhandel über Xetra zwischen 9 und 17:30 Uhr.

Hängeposition wird die Situation genannt, wenn Wertpapiere aufgrund von negativen Kursentwicklungen nicht verkauft werden können. Der Anleger kann in dieser Situation entweder auf eine günstigere Entwicklung warten oder den gewünschten Verkaufspreis reduzieren.

Die Hauptversammlung (HV) ist das jährliche Zusammentreffen der Aktionäre, auf der über die wichtigsten zukünftigen Schritte des Unternehmens, wie z. B. die Verwendung des Bilanzgewinnes, Kapitalerhöhungen, Neuwahl des Aufsichtsrates, Entlastung des Vorstandes etc. entschieden wird und vom Vorstand über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet wird.

Begriff aus dem Optionsscheinhandel. Der Quotient aus aktuellem Underlying-Preis und dem durch das Bezugsverhältnis angepassten Optionsscheinkurs wird als Hebel bezeichnet. Dieser Wert gibt an, welche Anzahl an Optionsscheinen ein Anleger beim aktuellen Kurs des Basiswerts erwerben kann.

Am Ende eines jeden Geschäftsjahres hat ein Konzern einen Jahresabschluss zu verfassen. Dieser dient der Information über die finanziellen Angelegenheiten des Unternehmens. Seine Form wird durch das Handelsgesetzbuch vorgeschrieben.

Der Gewinn eines Unternehmens am Ende eines Geschäftsjahres wird als Jahresüberschuss bezeichnet. Die Hauptversammlung entscheidet, ob er als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird oder ob er im Rahmen einer Erhöhung der Gewinnrücklagen im Unternehmen verwendet wird.

Joint Venture stammt aus dem Englischen und steht für Gemeinschaftsunternehmung. Meistens gründen dabei zwei oder mehr Firmen ein Gemeinschaftsunternehmen, in das sie ihre Technologie, Kapital oder Personal einbringen. Grund eines Joint Ventures ist das Erreichen eines bestimmten, vereinbarten Ziels oder Zwecks.

Bezeichnung für Pfandbriefe mit einem Volumen von mindestens 1 Mrd. Euro.

Mit „Junge Aktien“ bezeichnet man Wertpapiere, die bei einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben werden. Diese sind für das aktuelle Geschäftsjahr nicht bzw. noch nicht voll dividendenberechtigt. Der Zusatz „jung“ fällt nach der ersten Gewinnausschüttung weg.

Junk Bonds („Schrott-Anleihen“) sind Anleihen von Emittenten, die ein schlechtes Rating erhalten haben. Diese Anleihen weisen daher für Anleger ein höheres Risiko, aber auch eine deutlich höhere Rendite auf.

Anleihe, die von einem Land emittiert wird.

Beim Leerverkauf werden Aktien verkauft, die sich gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Der Verkäufer geht davon aus, dass das Unternehmen zu hoch bewertet ist, und spekuliert darauf, die Aktien in der Zukunft zu einem günstigeren Kurs, als den jetzigen, zu erwerben. Der Differenzbetrag, der sich aus dem aktuellen Kurs und dem niedrigeren Kurs in der Zukunft ergibt, ist der Gewinn des Leerverkäufers. In den USA werden auf diese Weise Aktien „geshortet“. Der Leerverkauf von assets wird auch short sale genannt.

Als Leitbörsen werden die weltweit wichtigsten und einflussreichsten Börsen bezeichnet, vor allem die Börsen in New York, London, Frankfurt und Tokio.

Als Leitkurs wird ein offizieller fester Wechselkurs einer Währung bezeichnet.

Mit Limit Order bezeichnet man eine Order mit festgelegtem Preis oder festgelegter Zeit für die Ausführung.

Begriff aus der Charttechnik. In einem Linienchart wird nur der jeweilige Schlusskurs eines Intervalls angegeben, es sind also keine Kurschwankungen ersichtlich.

Namensaktien sind auf den Namen des Besitzers (des Aktionärs) ausgestellt. Die AG führt ein Register, welches alle Aktionäre des Unternehmens erfasst. Daher weiß die AG jederzeit genau, wer viel Anteile am Unternehmen hält. Namensaktien können auch vinkuliert sein, d.h. die Unternehmung muss einer Übertragung der Aktie zustimmen.

Gegenteil: Inhaberaktie.

NASDAQ steht für „National Association of Security Dealers Automated Quotation System“ und ist die Computer-Börse der US-amerikanischen Freiverkehrshändler in New York. An ihr werden besonders wachstumsträchtige, aber auch spekulative Werte gehandelt. Der Nasdaq-Composite ist der Index, der die Wertentwicklung, der an der Nasdaq gehandelten Werte, wiedergibt.

Als Nebenwerte werden die Aktien bezeichnet, die nicht in einem der großen Aktienindizes vertreten sind bzw. einen relativ geringen Börsenwert aufweisen. In Deutschland sind diese Nebenwerte unter anderem im MDAXoder im SDAX vertreten.

Die Neuemission ist eine erstmalige Platzierung eines Wertpapiers am Kapitalmarkt. Die Neuemission erfolgt meist durch den Zusammenschluss mehrerer Banken zu einem Emissionskonsortium. Die Erlöse aus der Emission fließen im allgemeinen dem Unternehmen für weitere Investitionen oder den bisherigen Gesellschaftern zu.

Wird auch nach ihrem Sitz „Wallstreet“ genannt. Die New York Stock Exchange ist die größte Börse der Welt und existiert bereits seit 1792. Die Kurse werden fortlaufend in der Reihenfolge ihrer Eingänge abgewickelt und es existiert kein Kassakurs. Bei den Aufträgen, die nicht vollständig ausgeführt werden konnten, wird der Restbetrag zum nächsten Kurs gehandelt. Das in Deutschland verwendete Repatriierungs-Verfahren existiert nicht.

Als Notierung wird der offiziell ermittelte und bekannt gegebene Kurs eines Wertpapiers bezeichnet.

Der Börsensaal wird althergebracht auch als Parkett bezeichnet. Parketthandel beschreibt daher das Geschäft, welches über die Händler im Börsensaal abgewickelt wird, im Gegensatz zum Computerhandel.

Penny Stocks ist eine Bezeichnung für Aktien mit einem geringem Kurswert, die besonders risikoreich sind, weil schon kleine Kursschwankungen einen hohen prozentualen Unterschied ausmachen. Penny Stocks sind häufig im nordamerikanischen, australischen und asiatischen Markt anzutreffen.

Als Platzierung wird die Vergabe von meist neu emittierten Wertpapieren an der Börse oder unmittelbar bei anderen Investoren bezeichnet.

Zusammenstellung mehrerer Wertpapiere, um das Risiko zu streuen. In der Regel werden dabei mehrere Assets wie z.B. Aktien, Optionen, Immobilien etc. gemischt.

Index, in dem nur die aktuellen Aktienkurse berücksichtigt werden.

Bezeichnung für eine Verkaufsoption. Sie verbrieft dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Aktie zu einem jetzt festgesetzten Preis, in der Zukunft zu verkaufen. Dafür ist eine Optionsprämie zu zahlen. Gegenteil: Call oder Kaufoption.

Letzter ermittelter Kurs am Ende eines Börsentages.

Schwarzer Freitag Als Schwarzer Freitag wird in den USA der Tag nach Thanksgiving bezeichnet. Traditionell lockt der Einzelhandel in den Vereinigten Staaten an diesem Tag die Kunden mit hohen Rabatten in die Läden. Daher gilt der Black Friday als Stimmungsbarometer für das gesamte Weihnachtsgeschäft. In Europa hat der Begriff Schwarzer Freitag eine noch stärkere wirtschaftliche Bedeutung.

In der Finanzwelt steht der Begriff Schwarzer Freitag dagegen für historische Kurseinbrüche an Wertpapierbörsen. In der christlichen Tradition ist der Freitag wegen des Karfreitag traditionell ein „Pechtag“. Der erste Schwarze Freitag dieser Art ereignete sich am 6. Dezember 1745. Damals war die Nachricht, dass der katholische Kronanwärter Charles Edward Stuart mit Schiffen in Schottland gelandet sei, Auslöser für einen zwischenzeitlichen Kollaps des Finanzsektors und in der Folge des gesamten Wirtschaftslebens der britischen Inseln. Da die befürchtete Invasion durch französische Truppen allerdings ausblieb, erholte sich Großbritannien rasch von dieser Krise. Da Geldwesen und Presse im neunzehnten Jahrhundert zunehmend internationaler operierten, fand der Begriff „Schwarzer Freitag“ auch in anderen Ländern Eingang in den Sprachschatz.

Ein weiterer bedeutender Schwarzer Freitag war die Insolvenz von Overend, Gurney and Co. Limited. Diese ereignete sich am 11.05.1866 und hatte verheerende Auswirkungen auf das Bankwesen in ganz England. Im Zuge dieser Turbulenzen wurde der Begriff erstmals auch in französischen Zeitungen verwandt.

Ein weltweites Synonym wurde der Schwarze Freitag schließlich durch die amerikanische Finanzkrise des Jahres 1869. Grund hierfür waren Spekulationen mit Gold durch James Fisk und Jay Gould. Über diese Vorkommnisse verfasste Frederic Stewart sogar 1904 einen Roman mit dem Titel „Black Friday“ welcher 1916 verfilmt wurde und als Stummfilm in die Kinos kam. Der in Europa berühmteste Schwarze Freitag gilt in den USA allerdings als Schwarzer Donnerstag. Denn der die Weltwirtschaftskrise auslösende Börsencrash in New York im Jahre 1929 hatte seinen Höhepunkt am 24. Oktober, also einem Donnerstag. Da die europäischen Börsen zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Zeitverschiebung bereits geschlossen hatten, erlebten diese wiederum am Folgetag einen Schwarzen Freitag.

Abkürzung für Securities and Exchange Commission, die Börsenaufsichtsbehörde der USA. Sie prüft den Börsenhandel in den USA auf Recht- und Ordnungsmäßigkeit und sorgt dafür, dass alle für Investoren nötige Informationen verfügbar sind.

Ein Short-Seller verkauft Aktien, die sich gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden. Der Verkäufer geht davon aus, dass das Unternehmen zu hoch bewertet ist, und spekuliert darauf, die Aktien in der Zukunft zu einem günstigeren Kurs zu erwerben. Der Differenzbetrag, der sich aus dem aktuellen Kurs und dem niedrigeren Kurs in der Zukunft ergibt, ist der Gewinn des Short-Sellers. In den USA werden auf diese Weise Aktien „geshortet“.

Die Stammaktie ist die gebräuchlichste Form der Aktie in Deutschland. Im Gegensatz zur Vorzugsaktie erhält der Aktionär auf der Hauptversammlung volles Stimmrecht.

Aktie, die nicht auf einen bestimmten Wert lautet (siehe Nennwert), sondern einen prozentualen Anteil am Grundkapital des Unternehmens darstellt.

Im Falle eines Übernahmeangebots wird den Aktionären einer Aktiengesellschaft durch einen Kaufinteressenten ein Preis für ihre Aktien geboten, der meist weit über dem aktuellen Börsenkurs liegt. Damit kommt die übernehmende AG an die Mehrheit der Aktien an der zu übernehmenden AG.

Falls bei einer Zeichnung mehr Wertpapiere nachgefragt werden als ausgegeben werden, spricht man von einer Überzeichnung. In diesem Fall werden Zuteilungsregeln festgelegt, in denen geregelt wird, welcher Kaufinteressent wie viele Aktien erhält.

Der Umsatz je Aktie wird ermittelt, indem der Gesamtumsatz durch die Anzahl der Aktien geteilt wird.

Kennzahl für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens. Je höher die Kennzahl, desto profitabler wirtschaftet das Unternehmen.

Angebot an Aktionäre, ihre Aktien in neue Aktien bzw. in Aktien eines anderen Unternehmens umzutauschen, z.B. bei einer Fusion.

Begriff der Charttechnik. Die Unterstützungslinie stellt dabei ein Kursniveau unter dem aktuellen Kurs dar, das bereits mehrfach erreicht wurde, aber nicht nach unten durchdrungen wurde.

Terminbörse, an der Termingeschäfte über Naturprodukte (z.B. Baumwolle oder Getreide) abgeschlossen werden. Dabei sind Menge und Qualität der Produkte standardisiert. Die größte Warenterminbörse der Welt ist das Chicago Board of Trade.

Der Begriff „Wertpapiere“ wird heute in zwei Definitionen erklärt, die unterschiedlich weit gefasst sind. Die allgemeine Definition, die von Heinrich Brunner bereits 1882 formuliert wurde, beschreibt eine Urkunde, die privates Recht so verbrieft, dass die „Geltendmachung dieses Rechts die Innehabung dieser Urkunde“ notwendig macht.

Eine engere Auslegung schränkt die allgemeine Erklärung ein, sodass als Wertpapiere nur die Urkunden bezeichnet werden, die sich nach den sachenrechtlichen Grundlagen übertragen lassen, wie zum Beispiel Inhaber- und Orderpapiere. Das Sachenrecht befasst sich wiederum mit den Rechtsverhältnissen an körperlichen Gegenständen, wie beispielsweise bewegliche Sachen sowie Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte.

Jedes Wertpapier (Aktie, Optionsschein, Anleihe etc.) verfügt in Deutschland über eine eigene Wertpapierkennummer (kurz: WKN), über die das Wertpapier eindeutig identifiziert werden kann. Diese sechsstellige Nummer bestand ursprünglich nur aus Ziffern, seit 2003 können neben Ziffern auch Großbuchstaben enthalten sein.

Der X-DAX wird an jedem Börsentag vor Börsenstart zwischen 8:00 und 9:00 Uhr und nach Börsenschluss zwischen 17:45 und 22:00 Uhr berechnet. Er gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung des DAX.

Xetra (Exchange Electronic Trading) ist ein elektronisches Börsenhandelssystem der Deutschen Börse AG, durch das Wertpapiere auch außerhalb der üblichen Börsenzeiten gehandelt werden können. Der Großteil des deutschen Börsenhandels wird mittlerweile über Xetra abgewickelt.

Bezeichnung für die Zeitspanne, in der neu zu emittierende Wertpapiere gezeichnet werden können.

Ist die Emission neuer Wertpapiere überzeichnet, werden die auszugebenden Wertpapiere auf die verschiedenen Interessenten verteilt. Diesen Vorgang bezeichnet man als Zuteilung.

Bezeichnung für die Börsennotierung von Aktien, wenn diese an einer anderen Börse als an der Heimatbörse erfolgt. Dadurch sollen vor allem neue Investoren angelockt werden.

Schwankungen im Konjunkturverlauf werden als Zyklus bezeichnet. Dazu gehören die Phasen Expansion (Aufschwung), Boom (Hochkonjunktur), Rezession (Abschwung) und Depression (Tiefphase). Die Gründe für Schwankungen können vielfältig sein, etwa kurzfristige, saisonale Schwankungen, die einige Monate anhalten bzw. langfristige, strukturelle Schwankungen, die sich über Jahrzehnte erstrecken können.

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